Gut gemeint ist leider nicht immer gut gemacht: Ein Eigentümer installierte auf dem Dach seines Hauses eine Photovoltaikanlage – an sich eine blendende Idee – in diesem Fall aber leider im doppelten Wortsinn.

Von der Anlage gingen erhebliche Beeinträchtigungen für das Nachbargrundstück aus, weil sie durch reflektierendes Sonnenlicht blendete und dadurch den Gebrauch des Einfamilienhauses beeinträchtigte. Deshalb klagten die Eigentümer des Nachbargrundstücks durch 2 Instanzen und verlangten, dass die Anlage baulich so verändert werden müsse, dass diese Blendwirkung auf ihr Haus beseitigt wird. Sie hatten Erfolg!

Nach Ansicht des OLG Düsseldorf (Urteil vom 21.07.2017 – 9 U 35/17) handelt es sich bei diesen Reflexionen um wesentliche Beeinträchtigungen des Nachbargrundstücks und diese seien auch nicht ortsüblich. Daran ändere auch der Wille des Gesetzgebers zur Förderung erneuerbarer Energien nach dem Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG) nichts.

Wer eine Photovoltaikanlage installiert, muss dafür sorgen, dass davon keine Beeinträchtigungen für die Umgebung ausgehen – sonst ist es (k)eine blendende Idee.